82 Tage, Unterwegs
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82 Tage meines Lebens

Vor mir liegen 82 Tage meines Lebens voller Abenteuer. Ich habe mich entschlossen, drei Monate Auszeit zu nehmen, weil ich seit einiger Zeit fühle, dass mir ein Wochenende zur Erholung nicht mehr ausreicht. Weil ich merke, dass gesundheitliche Probleme auftauchen, die sich im laufenden Galopp des Alltags nicht lösen lassen. Und weil ich merke, wie schwer es mir fällt, abzuschalten. Das ist sicherlich in meinem Job ein Berufsrisiko, aber ich habe vor, meinen Beruf noch viele Jahre gesund auszuüben. Schließlich macht er mir Spaß und ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun. Alles zusammen sind das gute Gründe, mich auf den Weg zu machen und für Freiraum zu sorgen.

 

Point Reyes Küstenmagie

Von den drei Monaten bin ich 82 Tage in USA. Warum USA? Weil dort meine Schwester mit Familie lebt und ich mich unglaublich darauf freue, mit den dreien viel Zeit zu verbringen. Und weil ich außerdem unterwegs sein wollte in den Naturwundern, die der Westen der USA  bietet. Sieben Wochen werde ich mit dem Camper alleine den Nordwesten erkunden – von der wilden Pazifikküste über die Wüste Oregons bis hin zu den Gipfeln der Rockies und der Cascade Range. Geologisch und biologisch von unglaublicher Vielfalt und für Fotografen ein Paradies. Allein unterwegs deswegen, weil ich mir die Chance gebe, viel Raum für mich zu haben, meinem eigenen Rhythmus und Forschergeist zu folgen. Und weil ich nach Herzenslust fotografieren will, was ja per se nicht familienkompatibel ist. Sonnenuntergänge finden nunmal nicht tagsüber statt…

Wellen, Wüste, Wildnis, Wasserfälle, Wälder

Es wird keinen festen Plan geben, ich lasse mich treiben. Aber natürlich gibt es einen Rahmen. Es geht zügig nach Oregon zum Crater Lake in die Cascade Range, von dort aus Richtung Osten durch die Wüste bis zum Yellowstone National Park. Den wollte ich schon immer mal sehen und erfülle mir einen Traum damit. Von dort aus je nach Lust und Wetter noch etwas weiter östlich oder Richtung Norden. Da es dann schon Anfang Oktober sein wird, kann es schon Schnee haben – also heißt es, flexibel zu bleiben. Wieder Richtung Westen geht es über Palouse, die trockenen Ebenen rund um den Columbia River, Portland und dann an die wilde Küste. Von dort fahre ich auf dem berühmten Highway No.1 entlang von Klippen, Dünen und Redwood-Wäldern bis San Francisco zurück. 

 

Stadtstrand von San Francisco

Wegen des schon fortgeschrittenen Herbstes lasse ich North Cascades weg, da können die Straßen schon wegen Schnee gesperrt sein. Aber auch Seattle und Olympic National Park werde ich nicht sehen. Warum? Weil sich dies in einer Woche Stop-Over auf einem der zukünftigen Familienbesuche in San Francisco wunderbar machen lässt. Dort braucht man keinen Camper, in der Großstadt schon gar nicht. Außerdem gibt es jetzt so viele spannende Ziele auch ohne diese Ecke, dass sieben Wochen schon richtig knapp sind 😉 Und Stress will ich mir ja nun wirklich keinen machen.

Los geht es am 18. August, morgens um sechs geht der Flieger ab Stuttgart nach San Francisco. Meine Tour starte ich am 7.9.. Der Rückflug ist am 7. November. Das sind meine 82 Tage.

Auch San Francisco hat seine großstädtischen Ecken: Market Street im Financial District

Eine kleine Auswahl meiner Ziele für 82 Tage

Alvord Desert, Artists Paintpot
Beartooth Highway, Bighorn Canyon
Crater Lake, Craters of the Moon, Cape Perpetua
Drumheller Channels, Devil’s Punchbowl Arch
Elephant Rock, Ecola State Park, Elowah Falls
Flora Lake, Frenchman Coulee, Fairy Falls
Grand Tetons, Grotto Falls, Going-to-the-Sun Mountain
Hart Mountain Antelope Refuge, Hanford National Monument
Indian Sands, Indian Creek
Japanese Garden Portland, Johnston Ridge Observatory, Jenny Lake
Kamiak Butte, Klamath Marsh
Lemolo Falls, Ledbetter Park, Leslie Gulch
Mount Hood, Multnomah Falls, Mendocino
Norris Geyser Basin, Neahkahnie 
Oregon Dunes, Owyhee Canyon
Palouse Falls, Petroglyph Lake, Point Cabrillo
Q – noch herauszufinden (da ich Quinault im Olympic NP ja nicht anfahre)
Redwood National Park, Rough Rider Falls
Steen Mountains, Sun Lakes-Dry Falls, Secret Beach
Thor’s Well, Tillamook Rock Lighthouse
Umpqua Hot Spring, Umpqua Lighthouse
Voodoo Donuts Portland
Winnema Beach, Willapa National Wildlife Refuge
X – noch herauszufinden
Yellowstone National Park, Yaquina Head
Z – noch herauszufinden

Viel Spaß beim googeln 😉

Sonnenuntergang Big Sur

P.S.: Diese Bilder stammen aus meinen Aufenthalten 2014 und 2015 und sind alle mit einer kleinen Canon Powershot S120 gemacht – aber als raws und dann bearbeitet.

14 Kommentare

  1. Sabine Pecoraro-Schneider sagt

    Ich wünsche Dir eine gute Zeit, Sylvia! Diese Zeit mit schönen, interessanten Eindrücken und Erlebnissen kann Dir keiner nehmen – Du machst das genau richtig!!
    Liebe Grüße – ich freue mich auf spannende Fotos!
    Sabine

  2. Nina Schulze sagt

    Hallo Sylvia.

    Eine sehr konsequente und ehrliche Entscheidung.
    Ich wünsche Dir eine gute und sichere sowie abenteuerliche Reise.
    Desweiteren viel Kraft und frische Energie für die kommenden Zeiten 🍀.

    Viele Grüße
    Nina

  3. Andreas sagt

    Genieße tolle Momente im Stille, ohne Terminkalender, in der Natur, nur für dich.

    Und natürlich wünsche ich dir viiiele gute Fotos!
    Ich werd deine Seite weiterverfolgen. Aber lass dich nicht vom bloggen vereinnahmen. Lieber erleben statt bloggen!
    Bloggen kannst du zur Not noch auf dem Rückflug 🙂

  4. Pingback: Vorbereitung auf drei Monate Reise - Schärfentiefe

  5. Link sagt

    Liebe Sylvia,
    einige von Deinen Zielen habe ich auch schon erleben dürfen. Eine großartige Reise. Ich
    wünsche Dir viele erlebnisreiche Wochen und dass Du gesund und bestens gerüstet für
    die Bürowelt wieder zurück kehrst. Auf die Fotografien freue ich mich, denn Du machst
    hervorragende Bilder. Spätestens bis zum Skilaufen. Gute Reise.
    Herzliche Grüße von Horst

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