82 Tage, Unterwegs
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Auf dem Weg

Erster Tag on the road. Mit vielen Stolperfallen, aber so gehört sich das ja wohl 😉 Erstmal musste ich das Wohnmobil putzen – es war offensichtlich direkt vom Burning Man zurückgekommen, überall weißer Staub. Nun ja, hilft ja nichts, es muss in die Wüste zurück, aber sauber! Ok, alles irgendwie eingeräumt, mit dem Ergebnis, dass ich nichts mehr finde in den 10.000 Fächern und Ablagen. 

Immerhin taucht dann doch fast alles wieder auf, auch die lieben Zettel mit Sprüchen drauf, die ich von Yvonne, meiner Mentee bekommen habe. Sie sind jetzt schön im WoMo verteilt, so dass ich sie immer im Blick habe.

Den Regen abwarten

Aber der größte Klopper war, dass ich heute morgen im Tran meinen Code am iPhone zu oft falsch eingegeben habe. Mit der Folge, dass das Telefon zurückgesetzt wurde und ich es nicht mehr starten konnte, da ich auch die dazugehörigen Passwörter nicht richtig zuordnen konnte. Glücklicherweise hab ich in meinem Passworttresor alles gespeichert, so dass ich das Ding dann doch wieder zum Laufen gebracht habe. Ich bin wieder online, konnte mich bei meinen Lieben melden und hab Navi.

Dass ich mich schon ganz gut erholt habe, erkenne ich daran, dass ich mir ohne große Sorgen sicher war, dass ich das alles irgendwie hinkriege. Und so war es dann auch. Nach einer Runde Yoga, ein paar Kilometern Fahrt und einem Kaffee war alles wieder gut.

Der Hit für heute: Herbert Grönemeyer: Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht. Einfach nur gut!

Nicht wahr, oder? Plötzlich ging der Hagel los.

Andere Richtung

Ich habe mich entgegen meinem Plan gestern Richtung Reno aufgemacht. Eigentlich wollte ich heute am Crater Lake sein, aber wegen der massiven Wildfeuer ist der ganze Nordwesten praktisch von einer Qualmwolke bedeckt. Wie ich damit umgehe, weiß ich noch nicht, da fast alle meine Ziele von Feuern umzingelt sind.

Ganz schlimm hat es die Columbia Gorge erwischt, ein Ziel, das mir besonders am Herzen liegt, weil ich es mit zwei Instagram-Kontakten bereisen wollte. Das verheerende Feuer am Eagle Creek hat sogar über den riesigen Fluss auf die Washingtoner Seite übergeschlagen. Portland leidet unter einem Ascheregen. Möge der Himmel gnädig sein und Regen schicken. Hoffentlich hat sich die Lage Anfang Oktober verbessert. 

Felsen oberhalb der Emerald Bay am Lake Tahoe vor der Gewitterwand

Lake Tahoe

Regen ist hier am Lake Tahoe kein Problem. Ich bin heute spontan vom Highway nach Reno abgebogen, es ist einfach traumhaft. Ein gewaltiges Gewitter kam auf, dann begann es zu hageln. Als ich meinen heutigen Übernachtungsplatz in South Tahoe Lake erreicht hatte, goß es in Strömen. Zumindest braucht man sich hier heute keine Gedanken machen über Trockenheit und Waldbrände.

Die Landschaft ist sensationell, glatt geschliffene Granitblöcke, glatte Bruchflächen, weißes Gestein dazwischen, riesige Helmlocks und Kiefern, der wirklich riesige See und dahinter Berge mit Schneefeldern. 

Gewitter am Lake Tahoe

Am Abend habe ich mich trotz des Wetters an den See aufgemacht, und siehe da, es riss auf und ich bekam einen spektakulären feurigen Himmel zu sehen, begleitet vom Wellenrauschen am Seeufer – siehe Titelbild. Als mir dann kalt wurde, habe ich mir gedacht, dass eine Suppe jetzt schön wäre und habe schon von Ramen fantasiert. Aber ob der Japaner die Straße runter das wohl hat? Auf dem Weg fiel mir ein Schild „Lotus Pho“ auf. Heiße Thai-Suppe, perfekter Treffer! Das ist doch mal ein Tag – trotz allen verquasten Aktionen gelungen, würde ich mal so sagen… Gute Nacht! Übrigens hat es hier gerade nur 5 Grad, da ist ein Schlafsack was feines…

Sonnenuntergang mit schräg stehender Sonne am Lake Tahoe

Eine Anmerkung noch: Das Netz ist hier nicht so doll, daher sind die Bilder in einer niedrigeren Auflösung als sonst. Ich hoffe, es gefällt euch trotzdem.

 

6 Kommentare

  1. Christine sagt

    Hey Sylvia,
    Die Photos sind klasse – vielen Dank!!
    Und gleich bist du wieder mitten im Abenteuer 😊💕
    Fühl dich begleitet und gib auf dich acht!

    Alles Liebe Christine

  2. Susanne sagt

    Die Bilder sind einfach klasse, Sylvia! Besonders das Titelbild! Pass auf dich auf! 😊5 Grad? Brrrrr. Hier ist es morgens ganz schön frisch ( vielleicht 8?) nachmittags 15-18 Grad. Man merkt, der Herbst naht. Eigentlich zu kalt für September, sagt unser Wettergott Hubert Reyers.

  3. Liebe Sylvia,
    danke für Deine interessanten Berichte, Beschreibungen und die hervorragenden Fotos. Vor längerer Zeit war ich mit der Familie auch am Lake Tahoe. Eine fantastische Landschaft. Ich drücke beide Daumen, dass die Waldbrände gelöscht werden und
    Regen kommt. Weiterhin gute Reise und herzliche Grüße von Horst

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