Autor: Sylvia Knittel

Der lange Flug

Einen langen Flug finde ich immer anstrengend, nun ja, ich kenne nur Economy. Meine letzten Erfahrungen mit KLM/Delta waren schon gut, daher habe ich die Airline gewählt. Das hat sich auch diesmal wieder bestätigt. Und ich hatte Glück: Da ich alleine unterwegs war durfte ich ohne Aufpreis auf einen tollen Plätze mit Beinfreiheit umziehen, da andere nebeneinander sitzen wollten. Also: Fensterplatz mit Beinfreiheit und sensationelle Ausblicke über Grönland und die Weiten Kanadas.

Julia Pfeiffer Burns State Park: McWay Waterfall

Vorbereitung auf drei Monate Reise

Die Phase der Vorbereitung war sehr lang, ich wollte mir bewusst Zeit lassen. Klar war nur, was ich unbedingt sehen wollte, nämlich Yellowstone National Park und die Pazifikküste, und dass ich alleine mit dem Camper unterwegs sein wollte. Und dass ich genug Zeit für die Familie haben wollte. Dafür gab es einiges zu tun, was ich Euch hier erzähle. Es war wirklich einiges, daher ist der Blogbeitrag heute ein sehr langer mit vielen Tipps und Hinweisen, die Ihr für Eure Vorbereitung einer größeren Reise vielleicht auch nutzen könnt. Lasst es mich wissen!

82 Tage meines Lebens

Vor mir liegen 82 Tage meines Lebens voller Abenteuer. Ich habe mich entschlossen, drei Monate Auszeit zu nehmen, weil ich seit einiger Zeit fühle, dass mir ein Wochenende zur Erholung nicht mehr ausreicht. Weil ich merke, dass gesundheitliche Probleme auftauchen, die sich im laufenden Galopp des Alltags nicht lösen lassen. Und weil ich merke, wie schwer es mir fällt, abzuschalten. Das ist sicherlich in meinem Job ein Berufsrisiko, aber ich habe vor, meinen Beruf noch viele Jahre gesund auszuüben. Schließlich macht er mir Spaß und ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun. Alles zusammen sind das gute Gründe, mich auf den Weg zu machen und für Freiraum zu sorgen.

Sommer auf dem Feld

Schon oft habe ich von der B 464 aus über das Feld ins Land geschaut und so manchen schönen Sonnenuntergang gesehen. Immer mal wollte ich mir das mal mit der Kamera anschauen, was die Szene fotografisch hergibt. So bin ich schließlich doch einmal losgezogen und herumspaziert.

Milchstraße bei Neumond

Der Nachthimmel mit der Milchstraße ist absolut faszinierend, ich könnte stundenlang nach oben schauen. Selbst hier auf der Nordhalbkugel, wo die Milchstraße nicht immer so großartig sichtbar ist wie auf der Südhalbkugel lohnt es sich. Das schmale Band ist immer da, aber nur schwer zu erkennen. Das mit bloßem Auge gut sichtbare Zentrum der Milchstraße zeigt sich nicht immer. Hierfür braucht es etwas Planung. Die letzten Nächte war Neumond und die Gelegenheit, am Wochenende den Schlaf einer durchwachten Nacht nachzuholen, musste genutzt werden.

Schlosspark mit asiatischem Einschlag

Der Schlosspark Dennenlohe liegt samt Schloss in Mittelfranken, in einer reizvollen, leicht geschwungenen Landschaft. Bekannt ist der Park wegen seiner Rhododendron-Sammlung. Das war auch der Grund, weshalb Christine Bahlo das Treffen der Helleborus-Fachgruppe der GdS (Gesellschaft der Staudenfreunde e.V.) dort organisiert hat. Es war ein schönes Wiedersehen mit vielen Mitfahrern bei unserer Reise im Februar. Samentausch war auch angesagt und so okkupierten wir nach dem Mittagessen einen Tisch, der mit den abgeschnittenen Blüten mit den angesetzten Samen. Eine besondere Freude war es mir, Markus und Wolfgang endlich persönlich kennen zu lernen, mit denen ich schon ein paar Jahre über Facebook verbunden bin.

Bäume im Porträt

Bäume sind besondere Fotoobjekte. Sie haben ihren eigenen Charakter, der sich nicht immer sofort erschließt. Umso schöner ist die Herausforderung, sie aussagekräftig ins Bild zu bekommen. Für ein Fotoprojekt meines Arbeitgebers habe ich sieben verschiedene Bäume zwischen Schwarzwald und Hainich fotografiert. Sie zieren die Titelseiten der Geschäftsberichte der SV SparkassenVersicherung. 

In die Sonne: Rapsblüte im Abendrot

Direkt in die Sonne zu fotografieren widerspricht einer der Grundregeln in der digitalen Fotografie. Denn dadurch brennt das Bild an der Stelle aus, es ist nur noch eine weiße Fläche, die keinerlei Farbinformationen mehr enthält. So weit so gut. Der Sensor hat zum einen zu wenig Dynamikumfang, zum anderen ist die Sonne auch dann noch sehr hell, wenn sie schon sehr schräg am Himmel steht. Und so ist entweder ein weißer Fleck auf dem Bild oder der Rest des Bildes säuft im Dunkel ab. Verlaufsfilter können helfen, aber je nach Intensität der Sonne ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das wär’s an sich für Out of Camera. Oder fällt jemandem noch etwas ein? Die Sonne aus dem Bild zu lassen, gilt nicht 😉