Alle Artikel mit dem Schlagwort: Crocus

Hocus Pocus, der Frühling ist da!

Wider Erwarten schien heute die Sonne, ein strahlender Tag. Welch eine Freude, im Garten zu wühlen und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Die Zwiebelparty ist in vollem Gange, täglich gibt es Neues zu entdecken. Hocus Pocus, ein zartes Schneeglöckchen-Geschöpf mit riesenhafter Ausdauer blüht noch immer und macht sich im Gegenlicht besonders schön. Die Krokusse sind in Teilen schon verblüht, andere kommen erst jetzt in Hochform. Crocus minimus ist ein 5-7 cm hoher Zwerg mit kontraststarker lila Zeichung auf den äußeren Blütenblättern. Die inneren Blütenblätter sind dagegen in einem anderen und sehr zarten Violett. Und dann ist da noch die rätselhafte Fritillaria raddeana. Sie ist eine der frühesten Fritillaria-Arten. Schon Ende Februar treibt sie ihren fetten Stängel mit den da noch ordentlich gefalteten Blättern aus dem Boden. Ab einer gewissen Höhe, bei mir ca 30 cm, entfalten sich die braun-grünen Blätter am oberen Ende zu einer etwas unordentlichen Frisur und die zart gelbgrünen Glocken gehen auf. Sie hat es gerne warm, guten Wasserabzug, aber nahrhaft. Sie soll eine Diva sein, aber bei mir sind …

Zarter Traum

Verdammt, ich kann es einfach nicht lassen… Zu schön sind die Elfen, als dass es sich nicht lohnen würde, vor ihnen niederzuknien. Ohne Stativ geht gar nichts. Meines hat eine umlegbare Mittelsäule. Damit komme ich ziemlich gut in Bodennähe. Der Kugelkopf wird dann so gedreht, dass die Kamera über Kopf befestigt werden kann und gerade so eben knapp über dem Boden schwebt. Dabei ist ein schwenkbares Display eine praktische Einrichtung, denn an den Sucher komme ich in diesem Fall nicht mehr dran, da er sich etwa 5 Zentimeter oberhalb der Erde befindet. Tja, und dann kann es losgehen, die zarten Geschöpfe in ihrer vollen Schönheit abzulichten. Canon 2,8, 100mm Makro

Tapfere Schneiderlein

Warum wundert es mich nur, dass es im Februar schneit und Schmuddelwetter ist? Ist doch eigentlich normal.  Aber ein paar schöne Vorfrühlingstage könnte ich schon vertragen. Seit gefühlten Ewigkeiten zieht es mich nicht mehr zum Fotografieren raus. Die Welt ist grau in grau – einfach nicht so meins. Nur im Garten lassen sich die frühen Zwiebelblüher nicht beirren und schieben stetig Blüten und Blatt. Wahrhaft tapfere Schneiderlein! Sie zaubern selbst in geschlossenem Zustand Farbe in die Welt. Da lohnt es sich, im Schneetreiben mit der Kamera auf dem Boden herumzukriechen. Zwiebeliris wie die Iris reticulata „Gordon“ auf dem Titelbild bleiben offen, wenn sie einmal aufgeblüht sind. Krokusse hingegen warten auf Sonne. Sie bleiben so lange geschlossen oder gehen wieder zu, wenn ihnen das Wetter nicht passt. Der Crocus tommasianus oder Elfenkrokus ist gut an seinen weißen Stängeln zu erkennen. Seinen rosafarbenen Bruder hatte ich ja bereits vorgestellt. Was der Name eher nicht vermuten lässt: Der Elfenkrokus ist sehr robust und vermehrt sich leicht. Wo es  ihm gefällt, bildet er ganze Wiesen. Seine Heimat ist Dalmatien, also der westliche …

Unters Röckchen geschaut

Faszinierend an Krokussen finde ich die Narbe, deren Enden aussehen wie leuchtende Puderquasten. Eine ganz schöne Show für so ein kleines Pflänzchen. So genehmige ich mir gerne einen näheren Blick, auch wenn ich dafür auf den Boden gehen muss. Da heute die Krokusse wegen Schietwetter geschlossen haben, habe ich aus meinem Archiv ein paar Bilder ausgewählt. Die ersten fünf sind Frühjahrsblüher, der Firefly ist immer schon im Januar da, während Zwanenburg aktuell erst ein paar Blättchen schiebt. Danach folgen die Herbstblüher. Viele wissen gar nicht, dass es auch zu dieser Zeit Krokusse gibt, dabei sind diese im Habitus oft sehr zart und mit einer wunderschönen Zeichnung. Aichtinsonii veranstaltet sicherlich das größte Spektakel. Zephyr ist ein zarter, weißer Krokus. Der Artname „pulchellus“ alias „der Hübsche“ passt perfekt. Eine Blüte passt nicht hinein: Die Sternbergia ist kein Krokus, auch wenn sie so aussieht. Die Narbe verrät sie – in dieser Zusammenstellung sehr gut zu erkennen.        

Von Streifenhörnchen und Elfen

Kaum war ein bisschen Sonne, da wird es im Garten bunt. Blüten von feinster Zartheit schieben sich in den wintergrauen Garten und überraschen mit viel Farbe. Metereologisch ist zwar noch Winter, aber daran schert sich weder das Wetter noch die Zwiebelblüher. Eine so frühe Blüte ist nicht ungewöhnlich, Zwiebeliris und Alpenveilchen blühen auch im Schnee. Auch die Krokusse, sie aber öffnen sich nur, wenn die Sonne scheint oder es nicht regnet – nur dann fliegen auch die Insekten. Zwiebeliris mögen gerne einen guten Wasserabzug, ansonsten sind sie unkompliziert. Bei dieser Blütezeit müssen sie das auch. „George“ macht mit seinem geradezu kirchlichen Purpur den Anfang der Prozession. Irgendwie eine nicht gerade frühlingshafte Farbe, in der schrägen Wintersonne aber wahrhaft exquisit. Im Verlauf der nächsten eineinhalb Monate wird das Orchester noch etwas bunter. De Jager ist der König der Streifenhörnchen und ein echter Frühaufsteher. Seit Wochen schon lauern die Blüten auf Sonne. Er braucht den Winter über trockene Füße und liebt die Sommerhitze, so dass es ihm im Steingarten gut gefällt. Das kann man von anderen Krokussorten nicht behaupten. Das Titelmodel, der …