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Der Abbruch des Glacier d'Argentière leuchtet türkis zwischen den Felsen. In Argentière rissen die Wolken am Abend kurz auf, bevor wieder alles im Einheitsgrau verschwand.

Schlechtes Wetter – gute Wolken

Schlechtes Wetter ist lästig, aber für Fotografen bietet es tolle Wolken-Bilder. In den Alpen ist schlechtes Wetter dazu meist sehr wild, es kann aber auch trostlos trübe sein. Von unseren vier Tagen in den französischen Alpen waren zwei mit reichlich Regen gesegnet. Aber es riss dazwischen immer wieder auf, und dann wurde es spannend. Das Titelbild zeigt das größte Stück blauen Himmels, das wir an dem einen Tag zu sehen bekommen haben. Als wir den Pass herunter nach Argentière kamen, waren die Wolken plötzlich für einen Moment weggeblasen und gaben den Blick auf den Abbruch des Glacier d’Argentière frei, der türkisen leuchtete. In Chamonix war es schon wieder etwas zugezogen, aber nicht weniger spektakulär. Chamonix

Der Lac Blanc liegt auf 2350 Metern oberhalb von Chamonix. Im Sommer 2016 ist der See noch fast komplett mit Eis bedeckt.

Sommer mit Eis

In diesem Jahr gab es in den Alpen besonders viel Eis und Schnee. Vieles davon ist noch immer nicht weggetaut, auch auf 2350 Metern Höhe. So hoch liegt nämlich der Lac Blanc oberhalb von Chamonix. Der See ist zu großen Teilen noch mit Eis und Schnee bedeckt, beides schmilzt nur langsam weg und schillert in einem unglaublichen Türkis. An dem Tag, an dem wir dort oben waren, waberte das Wetter mit wilden Wolkenformationen über die Berge. Es sah schwer nach Regen aus, aber der kam erst am Abend. Es klarte auf dem Rückweg sogar wieder ein bisschen auf und die Sonne kam heraus. Den Mont Blanc haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen. Er versteckte sich in den Wolken.

Steinbock in den Alpen

Ein Steinbock ist eigentlich nicht groß, aber hat beeindruckende Hörner. Gestern bin ich den Tieren auf einem Berghang in der Nähe von Chamonix so nah gekommen wie noch nie. Der Bock kam direkt auf uns zu, so dass wir uns etwas zurückgezogen haben, bevor er uns auf die Hörner nehmen konnte. Er spazierte dann ungerührt an uns vorbei. Rundherum grasten die Geißen mit ihren noch ganz wollig strubbeligen Kleinen, ebenfalls völlig entspannt. Sehr süß – wir waren ganz verzückt.