Alle Artikel mit dem Schlagwort: Frühling

Zwiebeln im Garten: Tulpen und Narzissen

Zwiebeln liebe ich – vor allem in der Erde. Nach Krokussen und Schneeglöckchen kommen im Vorfrühling die Tulpen und Narzissen. Früher konnte ich mit Tulpen im Garten nicht so viel anfangen, aber mittlerweile gefallen mir die bunten Bilder gut, die sich mit ihnen zaubern lassen. Bei mir im Garten ist es allerdings nicht so bunt, zu dieser Zeit jetzt blühen rosa, später dann rot und orange-Töne. Aber vor allem keine der wild gemusterten oder gekräuselten Sorten. Ich hatte mal eine, aber die kam so schlecht wieder, dass ich gerne darauf verzichte. So schön es ist, jedes Jahr neue Zwiebeln zu kaufen, so teuer ist es. Und lästig auch, wenn ich in den im Frühherbst noch vollen Beeten herumbuddeln muss. Also mussten Tulpen her, die halten und zuverlässig Tochterzwiebeln bilden, die blühen. Meine frühen Tulpen Zuerst, also noch zu Zeiten der späten Krokusse, blühen Tulipa humilis, eine Wildtulpenart, sowie eine greigii-Sorte, die ich aus den verschiedenen Ecken im Garten gerettet habe. Die frühen kaufmannia-Tulpen habe ich noch nicht, aber hier könnte ich mir durchaus noch etwas vorstellen. Im …

Eine Frühe Adonislibelle nach dem Schlupf. Sie hat schon ausgehärtete und aufgepumpte Flügel und startet gleich zum Jungfernflug.

Schlupf der Libellen

Bei dem warmen Wetter ist es Zeit für die frühe Adonis-Libellen oder Adonisjungfern, sich auf die Flügel zu machen. Die Larven haben in unserem Filterteich unter Wasser überwintert und kriechen nun aus dem Wasser auf die Wasserpflanzen. Die Imago befreit sich dann aus der Larvenhülle – und zwar an dem Knackpunkt der Flügelansätze. Dieser ist bei den älteren Larven deutlich sichtbar. Hier bricht die Hülle auf. Die Libelle ist zunächst recht kurz und blass, die Flügel haben eine milchige Farbe. Sie werden aufgepumpt und Körper wie Flügel strecken sich auf die richtige Länge und härten dann aus. Erst zum Schluss bildet sich die typische leuchttendrote Körperfärbung aus und dann kann zum Jungfernflug gestartet werden. Egal, wann die Eier gelegt wurden, es scheint so, als würden alle Libellen gleichzeitig schlüpfen. Jeder Halm ist voll belegt mit Larven und dann den leeren Larvenhüllen, in der Luft flattern die Jung-Imagos noch etwas unbeholfen. Aber wer will es ihnen verdenken? Geboren im Wasser und dort über ein halbes Jahr gelebt, dann raus und gleich in die Lüfte. Wenn das mal kein …

Frühlingspracht im Hermannshof

Am Wochenende war endlich mal wieder Hermannshof angesagt. Zu allen Jahreszeiten ist der Schaugarten in Weinheim großartig. Die Tulpenblüte ist aber sicherlich die spektakulärste Zeit, die die meisten Gäste in den Garten lockt. Die Farben sind halt ein echter Kracher, sehr bunt und knallig. Aber direkt daneben ist ebenfalls viel geboten: Entlang der Mauer überspannen Wisteria floribunda „Macrobotrys Longissima“ einen Laubengang. Am Fuß des Laubengangs ergießt sich farbkorrespondierend eine Flut von blauen Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica). Als ich da war, waren die Wisterien erst am Aufgehen – aber trotzdem zauberhaft. Das Titelbild ist mit meinem geliebten Helios 44 direkt ins Licht gemacht. Cornus und Camassia Der Bereich der Hochgrasprärie mit dem dahinter liegenden Wald ist zur Zeit der späten Tulpenblüte ebenfalls sehr attraktiv. Camassia leichtlinii schaffen ein blaues Meer, die Kulisse dahinter übernehmen die Cornus, die in diesem Jahr besonders reich blühen. Es gibt im Hermannshof einige verschiedene Sorten Cornus, nuttallii „North Star“ blüht cremefarben, Ascona reinweiß, florida rubra dunkelrosa. Nur ein paar Meter weiter blüht eine gelbe Azalee vor dem hellgrünen Austrieb eines Baumes, hier …

Kirschblüten im morgendlichen Gegenlicht.

Streuobstwiesen mit Schleier

Die Obstblüte ist eine besonders schöne Zeit in den Streuobstwiesen in der Region hier – in diesem Jahr mit etwas Verspätung wegen des kalten Frühjahrs. Aber ein paar warme Tage, und alles geht auf. Am Sonntag früh habe ich den Streuobstwiesen bei Schönaich einen kleinen Besuch abgestattet. Die Kirschen und Birnen sind voll erblüht. Die Apfelblüten hingegen stehen mit nur wenigen Blüten und dicken Knospen kurz vor dem Aufbrechen. Jetzt, da die Kälte wiedergekehrt ist, wird sich die Blüte noch eine Weile halten. Wenn ein solches Polartief wie aktuell sich über das Land schiebt, so sind die Farben oft besonders leuchtend und klar, der Himmel ist sehr blau. Aber der Blick sollte nicht nur nach oben gehen, sondern auch nach unten – in den Streuobstwiesen wächst so manches. Die frühen Margeriten haben in den letzten warmen Tagen schon Blütenknöpfe ausgebildet und die Schlüsselblumen blühen noch. Dabei ist mir dieses hübsche orangefarbene Exemplar Primula veris vor die Linse gesprungen: Streuobstwiesen als Kulturgut Streuobstwiesen gehören im Süden zum Alltagsbild in der Region – für einen schwäbischen Most-Trinker sind …

Erythronium revolutum "White Beauty" ist eine zarte Schönheit im Garten.

Volle Blüte Frühling

Endlich Frühling! Die vergangenen schönen Tage haben den Garten zum Explodieren gebracht. Die Pflanzen schießen so in die Höhe, dass ich beim Wachsen fast zusehen kann. Im Titelbild ist eine besondere Zwiebelpflanze: Erythronium revolutum „White Beauty“. Sie wächst an an und für sich nicht sehr bevorzugten Stellen, bei mir in einem abschüssigen, schattigen Moosteppich ein relativer Nähe zu großen Nadelgehölzen. Das macht ihr aber nichts, denn Hauptsache, sie hat es im Frühjahr feucht und wird nicht gestört durch Gartenpflege wie hacken oder graben. Sie entwickelt sich auch langsam, also Geduld! Es lohnt sich bestimmt. Die Bäume legen auch los. Die Felsenbirne (Amelanchier) ist die meiste Zeit des Jahres ein unspektakulärer Baum, grünes ovales Laub eben. Nur im Frühling und im Herbst zeigt sie, was sie drauf hat. Der hellbraune Blattaustrieb ist sehr schön und die Blüten – sie sind ganz einfach und ungefüllt – zaubern einen weißen Schleier über den gesamten Baum. Zusammen ist das unwiderstehlich. Sie verabschiedet sich im Herbst mit einem orangeroten Feuerwerk. Am Teich haben wir einen kleinen und (noch) schmalen, da …

Narzissen mit dem hellen Austrieb der Hemerocallis im Karl-Foerster-Garten in Potdsam

Es wird durchgeblüht

„Es wird durchgeblüht“ ist der Titel des letzten Buches von Karl Foerster und mittlerweile ein Motto für viele Gartenliebhaber. Auch ich habe meinen Garten so angelegt, dass es eigentlich immer etwas zu sehen gibt. Karl Foerster war einer der Gartenkoryphäen Deutschlands. Er starb 1970 und wohnte bis zuletzt in seinem Haus in Potsdam Bornim. Der von ihm angelegte Garten wird nach wie vor gepflegt und ist öffentlich zu besichtigen. Jedes Frühjahr treffen sich hier ein paar Facebook-Freundinnen aus unserem Gartengruppen-Netzwerk, um gemeinsam eine Gartenaktion zu machen. Alte Beete werden aufgenommen und von Unkraut befreit. In diesem Jahr war ich zum ersten Mal dabei in der fröhlichen Runde. Es war auch mein erster Besuch in diesem beeindruckenden Garten mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. Aber sicherlich nicht der letzte! Die Adresse: Am Raubfang 6, 14469 Potsdam Bornim. Direkt nebenan liegt die Foerster Staudengärtnerei. Ergänzung vom 20.4.: Sabine hat dieses Treffen vor drei Jahren angeregt und zusammen mit Tina, der Gärtnerin des Karl-Foerster-Gartens eine schöne Tradition gegründet. Nachzulesen ist dies in Sabines schönem Blog über ihren Garten und ihre …

Der Stahlzaun von Planten un Blomen in Hamburg

Stadtgrün en masse

Wer weiß, wo’s ist? Ja, es ist Planten un Blomen, der Park mitten in Hamburg. Man stolpert da einfach so rein, direkt aus der Stadt und plötzlich ist er da. Zum Messegelände und damit zur Straße hin ist er mit einem außergewöhnlichen Stahlzaun abgegrenzt – da muss ich zwanghaft auf den Auslöser drücken! Zumal mir jetzt zum ersten Mal auffiel, dass der Zaun nichtsahnende Fahrradfahrer in Pixelmännchen verwandelt. Zu dieser Jahreszeit dominieren Fluten von Narzissen und Scilla. Hier sind sehr viele verschiedene Zwiebeln gesetzt, aber immer in Massen. Später verwandelt sich der Park in ein sehr verschiedenartiges botanisches Mosaik. Neben langweilig konventionell bepflanzten Flächen wie dem Rosengarten gibt es große Staudenbeete, die mit Gräsern durchsetzt sind und schöne Pflanzenbilder ergeben. Die Bäume sind noch kahl, aber zeigen dafür Struktur und Charakter. Der Park ist schon fast 200 Jahre alt und hat daher einen sehr schönen alten Baumbestand. Darunter sind schöne Schattenpflanzen-Flächen angelegt. In Planten un Blomen gibt es einen japanischen Garten und einen japanischen Landschaftsgarten. Letzterer ist angelegt mit Bachlauf und Hügel, mit Zierkirschen, Wolkenkiefern und Rhododendren. Hamburg hat …

Hocus Pocus, der Frühling ist da!

Wider Erwarten schien heute die Sonne, ein strahlender Tag. Welch eine Freude, im Garten zu wühlen und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Die Zwiebelparty ist in vollem Gange, täglich gibt es Neues zu entdecken. Hocus Pocus, ein zartes Schneeglöckchen-Geschöpf mit riesenhafter Ausdauer blüht noch immer und macht sich im Gegenlicht besonders schön. Die Krokusse sind in Teilen schon verblüht, andere kommen erst jetzt in Hochform. Crocus minimus ist ein 5-7 cm hoher Zwerg mit kontraststarker lila Zeichung auf den äußeren Blütenblättern. Die inneren Blütenblätter sind dagegen in einem anderen und sehr zarten Violett. Und dann ist da noch die rätselhafte Fritillaria raddeana. Sie ist eine der frühesten Fritillaria-Arten. Schon Ende Februar treibt sie ihren fetten Stängel mit den da noch ordentlich gefalteten Blättern aus dem Boden. Ab einer gewissen Höhe, bei mir ca 30 cm, entfalten sich die braun-grünen Blätter am oberen Ende zu einer etwas unordentlichen Frisur und die zart gelbgrünen Glocken gehen auf. Sie hat es gerne warm, guten Wasserabzug, aber nahrhaft. Sie soll eine Diva sein, aber bei mir sind …

Lila Woge

Zavelstein gehört zu Bad Teinach und liegt im Nordschwarzwald. Steil geht es aus dem Nagoldtal in die Höhe bis der kleine beschauliche Ort erreicht ist. Im März bei schönem Wetter ist es hier allerdings alles andere als ruhig, denn dann blüht hier der Crocus napolitanus in Massen und zieht viele Besucher an. Ich habe heute das gute Wetter und meinen freien Tag ausgenutzt, um mir das Spektakel endlich einmal anzusehen. Auch wenn erfahrene Krokusbeobachter sagen, dass nicht mehr so viele Krokusse da sind wie früher – es ist immer noch eine hinreißende lila Flut. Die Krokusse sind sehr unterschiedlich in der Zeichnung; mit Streifen, Flecken und auch variablen Farbschattierungen. Hier ist die Infoseite von Bad Teinach. Es gibt dort auch eine Art Ticker, in dem man erfahren kann, wie der Stand der Blüte ist.