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Volle Polle: Krokus, Iris und Schneeglöckchen

Schneeglöckchen, Iris und Krokus beginnen in meinem Garten das Jahr, zusammen mit den Helleboren. So ist ab Februar der Blütenreigen eröffnet und die Bienen nehmen das dankbar an. In diesem Jahr war es durch den kalten Winter deutlich später als sonst, erst Ende Februar. Aber dafür drückte alles gleichzeitig mit aller Macht aus dem Boden. Ich habe ein paar Fotos gesammelt, aber komme jetzt erst dazu, Euch etwas davon zu zeigen. 

Hocus Pocus, der Frühling ist da!

Wider Erwarten schien heute die Sonne, ein strahlender Tag. Welch eine Freude, im Garten zu wühlen und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Die Zwiebelparty ist in vollem Gange, täglich gibt es Neues zu entdecken. Hocus Pocus, ein zartes Schneeglöckchen-Geschöpf mit riesenhafter Ausdauer blüht noch immer und macht sich im Gegenlicht besonders schön. Die Krokusse sind in Teilen schon verblüht, andere kommen erst jetzt in Hochform. Crocus minimus ist ein 5-7 cm hoher Zwerg mit kontraststarker lila Zeichung auf den äußeren Blütenblättern. Die inneren Blütenblätter sind dagegen in einem anderen und sehr zarten Violett. Und dann ist da noch die rätselhafte Fritillaria raddeana. Sie ist eine der frühesten Fritillaria-Arten. Schon Ende Februar treibt sie ihren fetten Stängel mit den da noch ordentlich gefalteten Blättern aus dem Boden. Ab einer gewissen Höhe, bei mir ca 30 cm, entfalten sich die braun-grünen Blätter am oberen Ende zu einer etwas unordentlichen Frisur und die zart gelbgrünen Glocken gehen auf. Sie hat es gerne warm, guten Wasserabzug, aber nahrhaft. Sie soll eine Diva sein, aber bei mir sind …

Tapfere Schneiderlein

Warum wundert es mich nur, dass es im Februar schneit und Schmuddelwetter ist? Ist doch eigentlich normal.  Aber ein paar schöne Vorfrühlingstage könnte ich schon vertragen. Seit gefühlten Ewigkeiten zieht es mich nicht mehr zum Fotografieren raus. Die Welt ist grau in grau – einfach nicht so meins. Nur im Garten lassen sich die frühen Zwiebelblüher nicht beirren und schieben stetig Blüten und Blatt. Wahrhaft tapfere Schneiderlein! Sie zaubern selbst in geschlossenem Zustand Farbe in die Welt. Da lohnt es sich, im Schneetreiben mit der Kamera auf dem Boden herumzukriechen. Zwiebeliris wie die Iris reticulata „Gordon“ auf dem Titelbild bleiben offen, wenn sie einmal aufgeblüht sind. Krokusse hingegen warten auf Sonne. Sie bleiben so lange geschlossen oder gehen wieder zu, wenn ihnen das Wetter nicht passt. Der Crocus tommasianus oder Elfenkrokus ist gut an seinen weißen Stängeln zu erkennen. Seinen rosafarbenen Bruder hatte ich ja bereits vorgestellt. Was der Name eher nicht vermuten lässt: Der Elfenkrokus ist sehr robust und vermehrt sich leicht. Wo es  ihm gefällt, bildet er ganze Wiesen. Seine Heimat ist Dalmatien, also der westliche …

Von Streifenhörnchen und Elfen

Kaum war ein bisschen Sonne, da wird es im Garten bunt. Blüten von feinster Zartheit schieben sich in den wintergrauen Garten und überraschen mit viel Farbe. Metereologisch ist zwar noch Winter, aber daran schert sich weder das Wetter noch die Zwiebelblüher. Eine so frühe Blüte ist nicht ungewöhnlich, Zwiebeliris und Alpenveilchen blühen auch im Schnee. Auch die Krokusse, sie aber öffnen sich nur, wenn die Sonne scheint oder es nicht regnet – nur dann fliegen auch die Insekten. Zwiebeliris mögen gerne einen guten Wasserabzug, ansonsten sind sie unkompliziert. Bei dieser Blütezeit müssen sie das auch. „George“ macht mit seinem geradezu kirchlichen Purpur den Anfang der Prozession. Irgendwie eine nicht gerade frühlingshafte Farbe, in der schrägen Wintersonne aber wahrhaft exquisit. Im Verlauf der nächsten eineinhalb Monate wird das Orchester noch etwas bunter. De Jager ist der König der Streifenhörnchen und ein echter Frühaufsteher. Seit Wochen schon lauern die Blüten auf Sonne. Er braucht den Winter über trockene Füße und liebt die Sommerhitze, so dass es ihm im Steingarten gut gefällt. Das kann man von anderen Krokussorten nicht behaupten. Das Titelmodel, der …