Alle Artikel mit dem Schlagwort: Langzeitbelichtung

In Hamburg an der Elbe entlang

An der Elbe entlang ist immer wieder schön. Das vorige Wochenende war nicht so prickelnd, es hat immer wieder geregnet, dann schien wieder die Sonne. Für Fotografen ist das gar nicht so übel, denn das gibt schöne Wolkenstrukturen. Der Sonntag vormittag war aber regenfrei, damit hatte ich ein Zeitfenster, um in Ruhe zu fotografieren und den unvergleichlichen Duft nach Meer in mich aufzusaugen.

Im Wald unterwegs

Wald übt eine besondere Faszination auf mich aus. Diese fotografisch einzufangen ist schwer. Manchmal sieht man buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Masse der Blätter erschlägt einen fast. Aber es ergeben sich wunderbare Lichtreflexe, wenn die Sonne durchscheint. Eine Steilvorlage für das Helios 44, allerdings nur für schnelle Fotografen. Die Sonne wandert zügig und das Licht verändert sich stetig, Wind und Wolken treiben ihr Spielchen – manchmal reicht es nicht einmal dazu, das Motiv zu finden und scharf zu stellen. Das Helios hat ja schon so 40 Jährchen auf dem Buckel und muss daher manuell scharf gestellt werden. Bei f 2,0 und praktisch keiner Schärfentiefe ist das eine Herausforderung, denn Blende 2,0 ist ein Muss, da sich nur so das schöne swirling Bokeh zeigt. Aber auch am Boden finden sich interessante Motive. Im dichten Wald ist es allerdings so dunkel, dass die Objektive lichtstark sein müssen und die Kamera einen so guten und großen Sensor haben sollte, dass auch bei höheren ISO nicht zu viel Rauschen entsteht. Stativ ist eine Alternative, aber …

Bach in der Xanderklinge in Holzbronn am Rande des Schwarzwalds

Lichtzauber und Wasser

Leise gluckert das Wasser, der Teppich aus Moos schluckt alle Geräusche rund herum. Gleich erscheinen die Elfen, um ihre Einhörner im letzten Tageslicht an den geheimen Zauberbach zu führen. Noch haben die Bäume keine Blätter, so dass noch etwas Licht auf die Pools am Grund fällt und das Blau des Himmels  sich darin spiegelt. Wo ich den Elfen begegnet bin? Vom Nagoldtal hinauf nach Holzbronn führt die Xanderklinge, eine steile schattige Klamm. Kommt man aus der Klamm auf die Anhöhe, ergibt sich ein schöner Blick in den Schwarzwald. Abends steht die Sonne hinter den tannenbestandenen Kämmen. Letzten Freitag schwebte die gesamte Landschaft in einer Mischung aus gleißendem Dunstweiß und warmer Vorahnung des Sonnenuntergangs. Übrigens: Es führt kein richtiger Weg durch die Xanderklinge, aber sie ist begehbar bis ganz oben nach Holzbronn. Im Sommer habe ich sie komplett durchstiegen zusammen mit einer Gruppe von Kolleginnen und Kollegen aus dem Außendienst, ein paar abenteuerliche Kraxelstrecken durch das Wasser inklusive. Belohnt wurden wir mit einem schönen Tagesausklang: Im Ort gibt es eine schrullige Kneipe, deren Wirt nicht nur die regionaltypischen Obstler brennt, sondern auch preisgekrönte Whiskys.

Alles im Bach

Heute war das Wochenendwetter endlich einmal schön und schon lange wollte ich den kleinen Bachläufen in der Umgebung einen Besuch abstatten. Und zwar bevor das Laub an den Bäumen ist und kein Licht mehr auf den Boden fällt und bevor die Ufer wieder völlig mit Brennesseln und Disteln zugewachsen sind. Da der Boden im Schatten noch gefroren war, konnte ich zudem ohne durch Matsch zu waten direkt ans Wasser. Meine persönliche Aufgabe heute war, Langzeitbelichtung auszuprobieren. Das ist ein echtes Geduldspiel, wenn es zwischen 8 und 25 Sekunden braucht, bis ein Bild im Kasten ist. Ich habe einen ND-Filter 64x verwendet, mehr war nicht nötig, da das Licht ja doch etwas schummrig war und schon so längere Belichtungszeiten nötig waren. Etwas Kraxelei war schon angesagt, aber wer das Gefummel mit Stativ und Filtern nicht scheut, wird auch belohnt. Und ich habe wieder ein paar schöne Strecken für’s Nordic-Walking entdeckt. Und so wie unten sah das dann heute aus. Normalerweise nutze ich die Mittelsäule am Stativ nicht, so hoch ist das doch recht wackelig. Aber mit Spiegelvorauslösung geht …