Alle Artikel mit dem Schlagwort: Oregon

Regenwetter – oder: Sternstunde eines Telefons

Nach dem Aufbruch im strömenden Regen kurvte ich die engen Straßen vom Cape Arago zur 101 und hoffte, dass ich nicht wegfliege oder mich ein Baum von der Straße fegt. Trotzdem bin ich in Bandon zum Face Rock gefahren und sogar in diesem Sauwetter zum Strand hinunter gestiegen. Nun ja, Scheißwetter halt. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob es sich gelohnt hat. Im schräg fliegenden Regen bin ich in Bandon über die Straße zu Tony’s Crab Shack gelaufen, ich musste ja etwas essen, zum Beispiel ein Sandwich mit viel Dungeness Crab-Fleisch! Aber dann nichts wie weiter, es lohnte sich ja nicht, irgendwo anzuhalten, denn zu sehen war praktisch nichts. Versucht habe ich es trotzdem. Allerdings hatte meine Kamera sich trotz Wasserschutz entschieden, zu zicken. Machte eine Aufnahme nach der anderen, sobald ich sie einschaltete. Was nun? Hmmmm… Akku raus und hoffen, dass sie sich über Nacht erholt. Dann musste halt das Handy ran. Das Wetter war ja eh nicht berauschend.  Das Funkeln der Schildkröte Um sechs traf ich in Turtle Rock ein. Ich …

Grauer Himmel am Meer

Schlechtes Wetter kannte ich in den vergangenen Wochen praktisch nicht. Die paar Regenschauer waren überschaubar und es hat immer wieder aufgeklart – oder ich bin einfach weiter gefahren. Das ging nun zum ersten Mal nicht. Der berühmte Regen in Oregon hat mich in seine Fänge bekommen. Nach dem Aufbruch von Tillicum Beach im Einheitsgrau hatte ich zunächst Glück.

Wasserspeier und Meerfontänen: Cape Perpetua

Cape Perpetua hat einen eigenen Beitrag verdient, immerhin war ich mehrere Male dort und habe immer eine andere Szenerie erlebt. Die Felsen fallen hier steil ins Meer hinab und die Straße windet sich eng um die Berge. Das Spezielle ist ein vorgelagerter Sockel von härterem Gestein, an dem sich die Wellen je nach Gezeitenstand anders brechen. Gischt liegt in der Luft.

The many moods of Peter

Warum dieser Beitrag einen englischen Titel hat? Weil moods das perfekte Wort für das ist, was ich am Schiffswrack der Peter Iredale erlebt habe. Das Wrack liegt am unendlich langen Strand vor Fort Stevens, dahinter die Dünen und der Wald, davor die unendliche Weite des Pazifiks mit all den Wetterlaunen der Küste.

Endlich am Meer!

Türe auf, Luft herein – und was für eine: Eine fette Prise Salz, Ozean, Tang gemischt mit dem harzigen Duft des Waldes. Ein wahres Wow-Erlebnis! So erging es mir, als ich im Ecola State Park nach der Fahrt von Portland hierher die Autotüre öffnete. Und ich war unmittelbar hier – am Meer.

Ein Fenster in die Erdgeschichte: John Day Fossil Beds

Die vergangenen Tage habe ich mich mit Geologie und Paläontologie beschäftigt. Seit zwei Tagen bin ich nämlich wieder in Oregon. Erst einmal hatte ich eine eiskalte Nacht am Unity Lake. Ich weiß nicht wieviel Minus, aber immerhin war an meinem Wasseranschluss ein Eisklumpen.  Mein Platznachbar aus Bend hatte recht, als er sagte, dass dies die kälteste Ecke Oregons ist. Was er auch erzählte: Sie sind erst einen Tag später als ich aus Yellowstone aufgebrochen, da hat es geschneit. Ich bin also rechtzeitig weg. Die kalte Nacht war überstanden, über den See waberte der Nebel und ich bin losgefahren über die Blue Mountains ins Tal des John Day River.  Nach der Überschreitung des letzten Passes kam der Strawberry Mountain in Sicht, ein geniales Panorama. Unten im Tal war es lieblich, grün, Kühe – das, was mir vor über zwei Wochen schon gut gefallen hatte. Ja, ich war da schon einmal, auf dem Weg Richtung Washington. Und so habe ich jetzt den ersten Loop meiner Acht geschlossen.  John Day Fossil Beds: Geschichte in Stein Das Gebiet rund …

Oregons Wüsten

Die letzten Tage waren ruhige Tage in der Wüste. Nach meiner Rückkehr vom Crater Lake habe ich noch eine Nacht am Goose Lake verbracht und bin dann aufgebrochen Richtung Wüste. Aber erst noch kurz etwas Wasser holen bei Safeway in Lakeview. Auf dem Parkplatz sprach mich ein Rinderfarmer aus Adel an, wir kamen ins Gespräch. Seine Großmutter ist aus Schleswig-Holstein. Schon wieder nach Mike (der mir den Abwassertank repariert hat) einer mit deutschen Ahnen. Scheint es hier in Oregon viele zu geben… er fragte mich, wohin ich fahre und ich sagte, Richtung Osten in die Wüste. Das fand er super, auch dass es mir hier bisher so gut gefällt. Dann fragte er, ob ich Hart Mountain mache. Ich meinte, die Straße wäre ja nicht geteert und er meinte, das wäre kein Problem, aber es wäre wunderschön dort. Hart Mountain Das hat dazu geführt, dass ich kurz entschlossen auf die Straße nach Plush abgebogen bin und es war tatsächlich ein Traum am Fuße des Hart Mountain – ein See schließt sich an den nächsten an und …