Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sommer

Blick zum Feldberg kurz vor Sonnenaufgang

Ein Sommer-Sonnenaufgang im Schwarzwald

Einen Sonnenaufgang zu genießen, ist für mich eine besondere Freude. Es heißt nämlich, dass ich es rechtzeitig aus dem Bett geschafft habe und im richtigen Moment an einem wunderbaren Platz war, ungestört von Dächern, Wald oder Strommasten. Auf dem Belchen gibt es das nicht. Allerdings steht vor dem Genuss eine klitzekleine Anstrengung in Form von 300 Höhenmetern zu Fuß – nachts mit der Stirnlampe.

Die Monate der Prärie

Ab Ende Juli schlägt die Stunde der Prärie. Dann, wenn viele einheimische Sommerblüher schon durch sind, laufen die Präriepflanzen zu Höchstform auf. Und die Gräser werden jetzt am schönsten. Es lässt sich trefflich über den Begriff diskutieren, er ist auch ein Stück weit Mode geworden. Verknappt gesagt, kommen die Pflanzen in einem Präriegarten ursprünglich aus den nordamerikanischen Prärien, sie wurzeln tief und sind auch an Trockenzeiten angepasst. Gräser spielen eine wichtige Rolle. Diese Pflanzen haben gemeinsam, dass sie erst spät austreiben und im späten Sommer blühen, dafür aber weit in den Herbst hinein.

Sommer-Sonnenuntergang auf dem Feld

Ein Sonnenuntergang ist am schönsten, wenn er unerwartet kommt. Der Abend sah schon nach Grau in Grau aus, als ich auf dem Weg nach Hause war. Aber plötzlich tat sich mir dieses Bild auf: Die Sonne stand mit den Wolken wie eine riesige orangegoldene Metallfläche über der Landschaft. Schnell habe ich mir einen Parkplatz gesucht, von dem aus ich loslaufen konnte – Zeit ist kostbar in solchen Momenten.

Kloster Bebenhausen

Das Kloster, das Schloss und Landtag war

Das Kloster Bebenhausen liegt in einem verträumten Tal am Südrand des Schönbuch. Bebenhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel, weil die Klosteranlage sehr gut erhalten und ausgezeichnet gepflegt ist und der Ort darum herum einen puppigen Fachwerkcharme ausstrahlt. Gestern war es heiß und klar – als Fotograf lässt man die Kamera da lieber zu Hause. Mit Polfilter ging es dann aber auch draußen im Klosterhof. Im Kreuzgang wurde für ein Konzert geprobt, das war eine fröhliche musikalische Begleitung  unserer Besichtigung. Zum Fotografieren muss ich aber wiederkommen, wenn es leerer ist, denn liebe ich Kreuzgänge… Die schräg stehende Sonne zauberte in den Gebäuden ein warmes Licht, das die sehr schönen Wand- und Deckenmalereien gut zur Geltung kommen ließ. Zu Hause habe ich die Fotos dann entsättigt, was ihnen den besonderen Charme des Blicks in die Vergangenheit gibt. Das Titelbild ist in Schwarz-Weiß umgewandelt, mit dem knallblauen Himmel in der richtigen Tiefe. In den über 800 Jahre seines Bestehens hatte die Klosteranlage eine wechselhafte Geschichte. Nach den Prämonstratensern folgten die Zisterzienser, dann die die Umwidmung zur evangelischen Klosterschule nach der Reformation. Nach einigem Hin und Her war es Anfang …

Der Lac Blanc liegt auf 2350 Metern oberhalb von Chamonix. Im Sommer 2016 ist der See noch fast komplett mit Eis bedeckt.

Sommer mit Eis

In diesem Jahr gab es in den Alpen besonders viel Eis und Schnee. Vieles davon ist noch immer nicht weggetaut, auch auf 2350 Metern Höhe. So hoch liegt nämlich der Lac Blanc oberhalb von Chamonix. Der See ist zu großen Teilen noch mit Eis und Schnee bedeckt, beides schmilzt nur langsam weg und schillert in einem unglaublichen Türkis. An dem Tag, an dem wir dort oben waren, waberte das Wetter mit wilden Wolkenformationen über die Berge. Es sah schwer nach Regen aus, aber der kam erst am Abend. Es klarte auf dem Rückweg sogar wieder ein bisschen auf und die Sonne kam heraus. Den Mont Blanc haben wir aber nicht zu Gesicht bekommen. Er versteckte sich in den Wolken.

Steinbock in den Alpen

Ein Steinbock ist eigentlich nicht groß, aber hat beeindruckende Hörner. Gestern bin ich den Tieren auf einem Berghang in der Nähe von Chamonix so nah gekommen wie noch nie. Der Bock kam direkt auf uns zu, so dass wir uns etwas zurückgezogen haben, bevor er uns auf die Hörner nehmen konnte. Er spazierte dann ungerührt an uns vorbei. Rundherum grasten die Geißen mit ihren noch ganz wollig strubbeligen Kleinen, ebenfalls völlig entspannt. Sehr süß – wir waren ganz verzückt.

Flieger im Garten

Im Garten sind die Flieger los. Während die geschäftigen Bienen und Hummeln verschiedener Arten geschäftig durch die Gegend brummen, gibt es auch einige Insekten, die still halten. Entweder sie sind so entspannt, wie die Fliege im Titelbild, die sich farblich geschmackvoll auf einer Echinacea-Blüte niedergelassen hat. Oder sie können noch nicht fliegen, so wie die Smaragdlibellen, die in der letzten Woche zu Dutzenden die Verwandlung von der Larve in die Imago vollzogen haben. Sie hängen lange an den Blättern, denn die Larvenhülle ist nur halb so lang wie das fertige Insekt. Bis sich der Körper auf seine ganze Länge von etwa 10 Zentimeter gestreckt hat und die Flügel aufgepumpt und ausgehärtet sind, das braucht seine Zeit. Immer wieder faszinierend!

Im Wald unterwegs

Wald übt eine besondere Faszination auf mich aus. Diese fotografisch einzufangen ist schwer. Manchmal sieht man buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Masse der Blätter erschlägt einen fast. Aber es ergeben sich wunderbare Lichtreflexe, wenn die Sonne durchscheint. Eine Steilvorlage für das Helios 44, allerdings nur für schnelle Fotografen. Die Sonne wandert zügig und das Licht verändert sich stetig, Wind und Wolken treiben ihr Spielchen – manchmal reicht es nicht einmal dazu, das Motiv zu finden und scharf zu stellen. Das Helios hat ja schon so 40 Jährchen auf dem Buckel und muss daher manuell scharf gestellt werden. Bei f 2,0 und praktisch keiner Schärfentiefe ist das eine Herausforderung, denn Blende 2,0 ist ein Muss, da sich nur so das schöne swirling Bokeh zeigt. Aber auch am Boden finden sich interessante Motive. Im dichten Wald ist es allerdings so dunkel, dass die Objektive lichtstark sein müssen und die Kamera einen so guten und großen Sensor haben sollte, dass auch bei höheren ISO nicht zu viel Rauschen entsteht. Stativ ist eine Alternative, aber …

Der Wartburgblick am Rand des Hainich

Im Hainich

Im Juni, mitten im schlechtesten Wetter mit Starkregen und Überschwemmungen, hatten wir unser Wanderwochenende mit Freunden im Hainich. Tolle Zeitplanung – aber wir hatten tatsächlich drei wundervolle Tage ohne Regen und mit angenehmem, nicht zu heißem Klima. Da wir drei Paare aus Böblingen  und Dresden sind, treffen wir uns der Einfachheit halber in der Mitte. Auf diese Art und Weise lerne ich Ecken von Deutschland kennen, die ich sonst vielleicht nie besucht  hätte. Dieses Mal also wieder Thüringen – Wandern im Hainich und Vorabendprogramm im Villenviertel von Eisenach. Urwald mitten in Deutschland Der Nationalpark Hainich ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Warum? Weil er einer der wenigen in Deutschland noch existierenden alten Buchenwälder ist. Weite Flächen im Hainich sind für Menschen nicht zugänglich, das überschaubare Wegenetz darf nicht verlassen werden. Am Rand des Hainich sind noch nicht bewaldete Gebiete, hier darf sich die Natur in ihrem Rhythmus den Wald zurückholen. Das offene Land und die Waldränder beginnen zuzuwachsen mit Heckenrosen, danach folgen die Bäume. Der gesamte Waldrand war eine einzige Rosen-Duftwolke. Eine freundliche Annäherung von Weberstedt aus über …