Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sonnenuntergang

Sommer auf dem Feld

Schon oft habe ich von der B 464 aus über das Feld ins Land geschaut und so manchen schönen Sonnenuntergang gesehen. Immer mal wollte ich mir das mal mit der Kamera anschauen, was die Szene fotografisch hergibt. So bin ich schließlich doch einmal losgezogen und herumspaziert.

In die Sonne: Rapsblüte im Abendrot

Direkt in die Sonne zu fotografieren widerspricht einer der Grundregeln in der digitalen Fotografie. Denn dadurch brennt das Bild an der Stelle aus, es ist nur noch eine weiße Fläche, die keinerlei Farbinformationen mehr enthält. So weit so gut. Der Sensor hat zum einen zu wenig Dynamikumfang, zum anderen ist die Sonne auch dann noch sehr hell, wenn sie schon sehr schräg am Himmel steht. Und so ist entweder ein weißer Fleck auf dem Bild oder der Rest des Bildes säuft im Dunkel ab. Verlaufsfilter können helfen, aber je nach Intensität der Sonne ist das nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das wär’s an sich für Out of Camera. Oder fällt jemandem noch etwas ein? Die Sonne aus dem Bild zu lassen, gilt nicht 😉

Winter in voller Pracht – Genieße den Tag

Den Winter liebe ich. Na ja, eigentlich liebe ich alle Jahreszeiten, weil jede für sich besonders ist. Im Winter aber gibt es Schnee – und ich kann skifahren gehen. Das begeistert mich jedes Jahr aufs Neue. Und der Schnee gibt der dunklen Jahreszeit ein unglaubliches Licht. Es ist strahlend hell, licht, und erzeugt eine schwebende Landschaft. Oft steht ein Hauch über der Landschaft, nicht so undurchsichtig wie Nebel, sondern eher ein zarter Schleier, er schafft eine räumliche Tiefe.

Im Zeitraffer: Timelapse auf dem Feld

Timelapse, also Zeitraffer, ist ganz einfach: Foto auf ein Stativ, dann den Fernauslöser so einstellen, dass der Fotoapparat alle 5 Sekunden ein Bild macht. Dann wird das Ganze in LRTimelapse zusammengefügt – fertig. Fast ganz einfach. Die vergangene Woche war ich in der Nähe von Kassel unterwegs und zum Sonnenuntergang auf dem Beberbecker Feld. Beberbeck selbst ist ein kleines Dorf, das in der Hauptsache aus dem Schloss (heute Pflegeheim) und der Staatsdomäne besteht, umgeben von riesigen Feldern und Weiden. Direkt von der symmetrischen Anlage führt eine schnurgerade Allee aus Huteeichen quer über das Gelände. Auch auf den Feldern finden sich alte Eichen, aber auch der älteste Apfelbaum Deutschlands. Teilweise sind die Eichen schon abgestorben, ihre mächtigen Stämme treiben aber auch immer noch frisches Laub.

Sommer-Sonnenuntergang auf dem Feld

Ein Sonnenuntergang ist am schönsten, wenn er unerwartet kommt. Der Abend sah schon nach Grau in Grau aus, als ich auf dem Weg nach Hause war. Aber plötzlich tat sich mir dieses Bild auf: Die Sonne stand mit den Wolken wie eine riesige orangegoldene Metallfläche über der Landschaft. Schnell habe ich mir einen Parkplatz gesucht, von dem aus ich loslaufen konnte – Zeit ist kostbar in solchen Momenten.

Megacity Tokyo

Von den gigantischen Ausmaßen Tokyos eine Vorstellung zu bekommen, ist am Boden schwer. Wir waren schon auf den Rathaustürmen in Shinjuku, aber den richtigen Megacity-Schock gibt es erst auf dem Tokyo Sky Tree. Mit 634 Metern Höhe ist er der höchste Turm der Erde. Dass er mitten in einem Erdbebengebiet steht, gibt mir schon zu denken, aber bereits der Flyer spricht die spezielle Konstruktion des Turms an. Er wirkt vom Boden aus sehr filigran und schlank. Gestern war das Wetter gruslig, den ganzen Morgen regnete es wie aus Eimern. Zeit für Shopping in der Kappabashi Dori, einer Straße, in der es ausschließlich Haushaltswaren gibt. Ein Traum für alle, die nicht genug bekommen können von Schälchen, Schüsseln, Stäbchen, Tellerchen, Siebchen, Löffelchen, aber auch von japanischen handgeschmiedeten Messern, die einträchtig neben der guten deutschen Ware ausgestellt sind. Ja, Doitsu, das hat hier noch einen echten Wert! Nachdem wir in völliger Shoppingerschöpfung mal wieder den Blick nach oben richteten, war es etwas aufgerissen. Da haben wir es spontan zum Abend gewagt. Auf dem Sky Tree Der Tokyo Sky …

Hokkiko – Wir gehen nach Hokkaīdo

Remote Hokkaīdo… Das gilt nicht mehr, da seit März der Shinkansen direkt bis Hakodate fährt. 25 km Tunnel unter dem Meer verbinden Honshū, die Hauptinsel, mit Hokkaīdo. Das Klima ist dem unseren ähnlicher, mit Schnee im Winter und nicht so schwülheiß wie Tokyo. Die Berge sind genauso steil und wild bewachsen wie überall in Japan, nur noch unzugänglicher. Immer wieder ergeben sich Blicke auf schneebedeckte Berge. In Hakodate geht es eher gemächlich zu. Die Stadt ist architektonisch uninteressant, hat aber einen gewissen relaxten Charme – und eine uralte Straßenbahn mit Holzfußboden (!). In der Mitte liegt eine ehemalige Shogūn-Burg. Die sternförmige Anlage ist heute Park mit uralten Kirschbäumen, Glyzinien und Azaleen, alle sorgfältig beschnitten. Derzeit blühen ein Teil der Azaleen und verströmen einen betörenden Duft. Es gibt zwei Dinge, die man in der Hafenstadt unbedingt gemacht haben muss: Mit der Gondel abends auf den Mount Hakodate und auf dem Morning Market Meeresfrüchte essen. Beides haben wir gemacht. Japanese Food gibt es als extra Beitrag. Der Berg bietet einen 360-Grad-Rundumblick auf die Bucht, die Berge von …

Abendfeuer

Nach einem grauen und trüben Morgen machte der vergangene Sonntag Abend im Hafen Hamburg richtig auf Farbe. Mit Claudia und Konny war ich an der Elbe unterwegs und wir konnten uns kaum von dem Himmelsspektakel losreißen. Auf der Hafenfähre von der Elbphilharmonie zu dem Landungsbrücken stand die Sonne noch etwas höher und tauchte die Szene in warmes Gelb. Lebhaft standen die Wolken am Himmel. Langzeitbelichtung macht am Wasser eine besondere Atmosphäre, die Wellen verschwimmen und der Lichtstreifen sieht aus wie flüssiges Gold. Die Belichtungszeit war 15 Sekunden. Ich habe hier mit zwei Filtern gearbeitet, ND 3,0 und Verlaufsfilter. Nur so kann das direkte Licht der Sonne fotografisch im Zaum gehalten werden, ohne zu überstrahlen. Zu guter Letzt gab die Sonne nochmal alles und versank in einem unglaublichen Feuerrot. Was für ein Traum! Wir lehnten am Geländer an den Landungsbrücken und genossen einfach nur den Blick über den Hafen. Und ich konnte gerade gar nicht anders, als so viele Bilder hochzuladen und mit Euch das Lichtfest zu teilen.