Alle Artikel mit dem Schlagwort: Streuobstwiese

Winter in voller Pracht – Genieße den Tag

Den Winter liebe ich. Na ja, eigentlich liebe ich alle Jahreszeiten, weil jede für sich besonders ist. Im Winter aber gibt es Schnee – und ich kann skifahren gehen. Das begeistert mich jedes Jahr aufs Neue. Und der Schnee gibt der dunklen Jahreszeit ein unglaubliches Licht. Es ist strahlend hell, licht, und erzeugt eine schwebende Landschaft. Oft steht ein Hauch über der Landschaft, nicht so undurchsichtig wie Nebel, sondern eher ein zarter Schleier, er schafft eine räumliche Tiefe.

Kirschblüten im morgendlichen Gegenlicht.

Streuobstwiesen mit Schleier

Die Obstblüte ist eine besonders schöne Zeit in den Streuobstwiesen in der Region hier – in diesem Jahr mit etwas Verspätung wegen des kalten Frühjahrs. Aber ein paar warme Tage, und alles geht auf. Am Sonntag früh habe ich den Streuobstwiesen bei Schönaich einen kleinen Besuch abgestattet. Die Kirschen und Birnen sind voll erblüht. Die Apfelblüten hingegen stehen mit nur wenigen Blüten und dicken Knospen kurz vor dem Aufbrechen. Jetzt, da die Kälte wiedergekehrt ist, wird sich die Blüte noch eine Weile halten. Wenn ein solches Polartief wie aktuell sich über das Land schiebt, so sind die Farben oft besonders leuchtend und klar, der Himmel ist sehr blau. Aber der Blick sollte nicht nur nach oben gehen, sondern auch nach unten – in den Streuobstwiesen wächst so manches. Die frühen Margeriten haben in den letzten warmen Tagen schon Blütenknöpfe ausgebildet und die Schlüsselblumen blühen noch. Dabei ist mir dieses hübsche orangefarbene Exemplar Primula veris vor die Linse gesprungen: Streuobstwiesen als Kulturgut Streuobstwiesen gehören im Süden zum Alltagsbild in der Region – für einen schwäbischen Most-Trinker sind …

Unwirklicher Morgen

Das derzeitige Wetter ist eine Herausforderung. Nicht nur für Pflanzenfreunde, die sehnsüchtig auf Frühlingstage warten, sondern auch für Fotografen. Am Ende des Winters ist grau in grau einfach nur richtig grau. Das Restlaub, das im Winter lange noch Farbe gibt, ist längst zu Schmuddelfarbe mutiert. Und trotzdem gibt es überraschende Tage. Der Freitag früh war ein solcher. Nach dem sonnigen Vortag wollte ich das Wetter für ein paar Morgenaufnahmen nutzen. Dann hab ich erst um 7 die Kurve gekriegt und als ich loslegen wollte, waberte der Hochnebel vor die Sonne. Na toll… Ja, es war toll!!! Der Hochnebel hat eine ganz merkwürdige pink-graue Tönung und die sehr schnell wechselnden Lichtverhältnisse schufen eine außergewöhnliche Atmosphäre. Der mit Raureif bedeckte Boden gab der Szenerie etwas unwirkliches. Die pink-Tönung ist auch mit Nachbearbeitung kaum zu entfernen, da sie sehr unregelmäßig über den Himmel verteilt ist, je nach Dicke des Nebels und der Richtung des Lichteinfalls. Ein paar hundert Meter vor zu Hause musste ich dann doch noch einmal zur Kamera greifen, kurz bevor der Nebel endgültig zu machte. Aber nur rasch …

Ein besonderes Winterlicht

Der Freitag früh begann gut: Wie angesagt war der Himmel klar. Aber es war eine klassische Inversionswetterlage, die ein völlig anderes Licht schuf. Fahl und grau in Richtung der Sonne, mehr blasse als starke Farben. Dazu der mit Raureif bedeckte Boden in eisigem Blau und die wilden, schwarzen Äste der Obstbäume. Nach dem Sonnenaufgang ergab sich ein besonderer Blick über Schönaich in Richtung Schönbuch. Wer genau hinsieht, kann im Dunst noch den Waldenbucher Funkturm erkennen.