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Koishikawa Koraku-en Tokyo Kleiner See Seerosen

Ein japanischer Garten als Meditation

An den Tagen nach Weihnachten, in denen wir versuchen, etwas zu uns zu finden, ist ein  japanischer Garten genau richtig. Ich nehme euch also mit auf einen kleinen meditativen Spaziergang, den ich nach der unruhigen letzten Zeit selbst genieße. Die Fotos habe ich im Mai in Japan gemacht. Tokyo ist nicht unbedingt bekannt für seine Gärten, aber auch in der Megacity gibt es Grün – zum Beispiel Koishikawa Koraku-en, einer der schönsten Gärten Tokyos.

Megacity Tokyo

Von den gigantischen Ausmaßen Tokyos eine Vorstellung zu bekommen, ist am Boden schwer. Wir waren schon auf den Rathaustürmen in Shinjuku, aber den richtigen Megacity-Schock gibt es erst auf dem Tokyo Sky Tree. Mit 634 Metern Höhe ist er der höchste Turm der Erde. Dass er mitten in einem Erdbebengebiet steht, gibt mir schon zu denken, aber bereits der Flyer spricht die spezielle Konstruktion des Turms an. Er wirkt vom Boden aus sehr filigran und schlank. Gestern war das Wetter gruslig, den ganzen Morgen regnete es wie aus Eimern. Zeit für Shopping in der Kappabashi Dori, einer Straße, in der es ausschließlich Haushaltswaren gibt. Ein Traum für alle, die nicht genug bekommen können von Schälchen, Schüsseln, Stäbchen, Tellerchen, Siebchen, Löffelchen, aber auch von japanischen handgeschmiedeten Messern, die einträchtig neben der guten deutschen Ware ausgestellt sind. Ja, Doitsu, das hat hier noch einen echten Wert! Nachdem wir in völliger Shoppingerschöpfung mal wieder den Blick nach oben richteten, war es etwas aufgerissen. Da haben wir es spontan zum Abend gewagt. Auf dem Sky Tree Der Tokyo Sky …

Japan kulturell

Heute war unser Kultur-Tag: Ein Lehrgang in japanischer Alltagskultur… Wer mit wollte, konnte vormittags in Akihabara shoppen: Alles, was bunt ist oder einen Stecker hat. Ich war nicht dabei, weil ich endlich in Ruhe mal einen Garten anschauen wollte. Wir hatten uns vor zwei Tagen in Akiba schon umgesehen, was mir persönlich ausreichte. Die Spiele-Freaks aber kommen voll auf ihre Kosten, auch Second Hand lassen sich gute Schnäppchen machen. Außerdem gibt es schräge Läden, in denen es das gesamte Zubehör gibt, um sich in eine Manga- oder Anime-Figur zu verwandeln. Aber heute nachmittag und abends war ich dann wieder dabei: Mit dem rosa Bus zur Shopping Mall. Wir waren außerhalb von Tokyo in Toro, also dort, wo es garantiert keine Touristen gibt außer uns und wo die Preise noch normal sind. Das Programm: 100 Yen-Shop – soooo was von genial, was es da für Schnick-Schnäckchen gibt, die einem so in die Tüte springen. Und in den Book off, eine Second Hand-Kette, die es hier an jede Ecke gibt. Das Angebot ist grenzenlos, vom Surfboard bis …

Tokyo Walks Nummer 1

Die ersten zwei Tage Tokyo und schon Plattfüße. Aber zu Fuß und mit der U-Bahn oder JR erleben wir einfach mehr. Meji-Shingu-Schrein am Sonntag – das heißt jede Menge Hochzeiten in dem Tempel mitten in einem wunderschönen Wald. Harajuku am Sonntag, das heißt, die Shoppingmeile mit gefühlten Millionen Tokyotern zu teilen und sich beim Takoyaki-Essen zwischen völlig schrill und total normal gekleidete Menschen zu quetschen. Shibuya am Sonntag bedeutet weniger Fußgänger als sonst auf der weltgrößten Kreuzung. Sensoji-Schrein am Montag heißt immer noch  jede Menge los. Nur auf der Vergnügungsinsel Odaiba war es heute vergleichsweise leer. Was aber definitv nicht an der Menge an Knoblauchreis lag, die wir gestern vertilgt haben (sehr genial übrigens, am besten mit viel Bier heruntergespült). Tokyo ist die Megacity des Kitsches. Es ist kaum zu glauben, womit man hier förmlich überschwemmt wird. Den ganzen Koffer mit Nippes zu füllen ist leicht, seien es Kittys, Mangas, elektrische Geräte, die keine Mensch braucht oder aus Plastik nachgemachte Teller voller Essen. Bei der iPhone-Hülle, versehen einem ganzen (ja) gebackenen (ja!) Fisch (ja!!) konnte ich …

Erster Abend in Tokyo

Tokyo, da bin ich! Heute ist ein Traum in Erfüllung gegangen, ich bin zum ersten Mal in Japan. Die Aufregung war groß, so fremd schien mir das Land aus der Ferne. Nun bin ich seit heute früh da – und siehe da, es ist irgendwie sympathisch und nahbar. Der Bezirk zwischen Ueno und Asakusa ist quirlig und wirkt lebendig. Zu Fuß sind es von unserem Hotel keine 500 Meter zum Sensoji-Tempel mit seinen kleinen Gässchen. In dem Viertel findet seit gestern die Sanja Matsuri statt, eines der großen Tempelfeste in Tokyo. Unmengen von Schreinen der Shinto-Götter werden durch die Straßen getragen, stets angefeuert von Trommlern und von der Menschenmenge. Glück soll das bringen – wenn das kein gutes Omen für unsere Reise ist!