Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wald

Kleine Wunder: Die Welt auf Makro

Mit dem Makro unterwegs zu sein, ist ein seltsames Gefühl. Der Blick ist ein anderer, plötzlich sieht man Sachen, die vorher schlichtweg nicht existent waren. Selbst ein schon oft begangener Weg  wird plötzlich zum Trip in andere Welten. Überall Aliens und fremdartige Lebensformen. Gerade im Herbst, wenn der Boden mit verschiedensten Pilzen bedeckt ist und der Nebel sich im Wald fängt.

Im Wald unterwegs

Wald übt eine besondere Faszination auf mich aus. Diese fotografisch einzufangen ist schwer. Manchmal sieht man buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht und die Masse der Blätter erschlägt einen fast. Aber es ergeben sich wunderbare Lichtreflexe, wenn die Sonne durchscheint. Eine Steilvorlage für das Helios 44, allerdings nur für schnelle Fotografen. Die Sonne wandert zügig und das Licht verändert sich stetig, Wind und Wolken treiben ihr Spielchen – manchmal reicht es nicht einmal dazu, das Motiv zu finden und scharf zu stellen. Das Helios hat ja schon so 40 Jährchen auf dem Buckel und muss daher manuell scharf gestellt werden. Bei f 2,0 und praktisch keiner Schärfentiefe ist das eine Herausforderung, denn Blende 2,0 ist ein Muss, da sich nur so das schöne swirling Bokeh zeigt. Aber auch am Boden finden sich interessante Motive. Im dichten Wald ist es allerdings so dunkel, dass die Objektive lichtstark sein müssen und die Kamera einen so guten und großen Sensor haben sollte, dass auch bei höheren ISO nicht zu viel Rauschen entsteht. Stativ ist eine Alternative, aber …

Der Wartburgblick am Rand des Hainich

Im Hainich

Im Juni, mitten im schlechtesten Wetter mit Starkregen und Überschwemmungen, hatten wir unser Wanderwochenende mit Freunden im Hainich. Tolle Zeitplanung – aber wir hatten tatsächlich drei wundervolle Tage ohne Regen und mit angenehmem, nicht zu heißem Klima. Da wir drei Paare aus Böblingen  und Dresden sind, treffen wir uns der Einfachheit halber in der Mitte. Auf diese Art und Weise lerne ich Ecken von Deutschland kennen, die ich sonst vielleicht nie besucht  hätte. Dieses Mal also wieder Thüringen – Wandern im Hainich und Vorabendprogramm im Villenviertel von Eisenach. Urwald mitten in Deutschland Der Nationalpark Hainich ist seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbe. Warum? Weil er einer der wenigen in Deutschland noch existierenden alten Buchenwälder ist. Weite Flächen im Hainich sind für Menschen nicht zugänglich, das überschaubare Wegenetz darf nicht verlassen werden. Am Rand des Hainich sind noch nicht bewaldete Gebiete, hier darf sich die Natur in ihrem Rhythmus den Wald zurückholen. Das offene Land und die Waldränder beginnen zuzuwachsen mit Heckenrosen, danach folgen die Bäume. Der gesamte Waldrand war eine einzige Rosen-Duftwolke. Eine freundliche Annäherung von Weberstedt aus über …

Was für ein Dezember…

Die schönen Tage über Weihnachten machten das Umherstreifen zum Genuss. Heute im Gäu unterwegs in einem interessanten Waldstück. Die schräg stehende Sonne zeichnet außergewöhnliche Motive, die nur ein paar Momente sichtbar sind, dann ist das Licht weiter gewandert. Am Waldrand öffnet sich der Blick ins Gäu und in Richtung Albtrauf. Auf den Feldern blüht der Raps umschwirrt von unzähligen Insekten.  Das Licht kurz vor dem Sonnenuntergang ist intensiv golden.