Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wolken

Endlich in Schottland und auf der Isle of Skye

Schottland und besonders die Isle of Skye sind schon lange ganz oben auf meiner Liste der Traumziele. Manches dauert seine Zeit bis zur Vollendung, und wie es so immer mit den Träumen ist, ich weiß nie, was mich erwartet, ob es so ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Sechs Tage sind wir nun unterwegs und die Landschaft ist überwältigend schön jenseits aller meiner Vorstellung. Schroffe Berge, weit geschwungene Hügel, karg bewachsen mit jetzt schon braun werdendem Gras und Farnen, die im Sonnenlicht warm leuchten.

Der Abbruch des Glacier d'Argentière leuchtet türkis zwischen den Felsen. In Argentière rissen die Wolken am Abend kurz auf, bevor wieder alles im Einheitsgrau verschwand.

Schlechtes Wetter – gute Wolken

Schlechtes Wetter ist lästig, aber für Fotografen bietet es tolle Wolken-Bilder. In den Alpen ist schlechtes Wetter dazu meist sehr wild, es kann aber auch trostlos trübe sein. Von unseren vier Tagen in den französischen Alpen waren zwei mit reichlich Regen gesegnet. Aber es riss dazwischen immer wieder auf, und dann wurde es spannend. Das Titelbild zeigt das größte Stück blauen Himmels, das wir an dem einen Tag zu sehen bekommen haben. Als wir den Pass herunter nach Argentière kamen, waren die Wolken plötzlich für einen Moment weggeblasen und gaben den Blick auf den Abbruch des Glacier d’Argentière frei, der türkisen leuchtete. In Chamonix war es schon wieder etwas zugezogen, aber nicht weniger spektakulär. Chamonix

Megacity Tokyo

Von den gigantischen Ausmaßen Tokyos eine Vorstellung zu bekommen, ist am Boden schwer. Wir waren schon auf den Rathaustürmen in Shinjuku, aber den richtigen Megacity-Schock gibt es erst auf dem Tokyo Sky Tree. Mit 634 Metern Höhe ist er der höchste Turm der Erde. Dass er mitten in einem Erdbebengebiet steht, gibt mir schon zu denken, aber bereits der Flyer spricht die spezielle Konstruktion des Turms an. Er wirkt vom Boden aus sehr filigran und schlank. Gestern war das Wetter gruslig, den ganzen Morgen regnete es wie aus Eimern. Zeit für Shopping in der Kappabashi Dori, einer Straße, in der es ausschließlich Haushaltswaren gibt. Ein Traum für alle, die nicht genug bekommen können von Schälchen, Schüsseln, Stäbchen, Tellerchen, Siebchen, Löffelchen, aber auch von japanischen handgeschmiedeten Messern, die einträchtig neben der guten deutschen Ware ausgestellt sind. Ja, Doitsu, das hat hier noch einen echten Wert! Nachdem wir in völliger Shoppingerschöpfung mal wieder den Blick nach oben richteten, war es etwas aufgerissen. Da haben wir es spontan zum Abend gewagt. Auf dem Sky Tree Der Tokyo Sky …

Im Blick: Hamburger Dom am Morgen

Hamburg gewürfelt

Niemand geht über den Hamburger Dom am Morgen. Ist aber eine interessante Erfahrung. Alles sieht ganz anders aus, und manchmal erhascht man einen Blick hinter die Kulissen dieser bunten und lauten Fassade. Menschen, die dort leben, weil sie dort arbeiten, die morgens den ganzen Müll des Vortrags beseitigen und mit dem Schlauch die klebrigen Reste wegspülen. Eine interessante Stimmung an diesem Sonntag Vormittag, sehr still, arbeitsam und zurückgezogen. Atempause vor dem Ansturm. Nur ein paar Meter vom Dom entfernt stehen die Tanzenden Türme des Architekten Hadid Teherani. Ganz ohne Schnörkel, dafür stürzende Linien mit Super-Weitwinkel (10mm) – das macht Freude!       Der Nachmittag führte uns mal wieder in die Hafencity zur Baakenhafenbrücke. Das Wetter war gemischt, aber warm genug, um die endlos lange Holzbank auf der Bücke zu genießen. Der Ausblick ist grandios: Das markante Lighthouse Zero macht wirklich bella figura! Ich habe mir die NIK-Filter-Collection heruntergeladen, es gibt sie seit Ostern umsonst von Google. Jaja, mögen die Puristen sagen, ein wahrer Künstler braucht das nicht. Stimmt. Aber schön ist es trotzdem und …

Abendfeuer

Nach einem grauen und trüben Morgen machte der vergangene Sonntag Abend im Hafen Hamburg richtig auf Farbe. Mit Claudia und Konny war ich an der Elbe unterwegs und wir konnten uns kaum von dem Himmelsspektakel losreißen. Auf der Hafenfähre von der Elbphilharmonie zu dem Landungsbrücken stand die Sonne noch etwas höher und tauchte die Szene in warmes Gelb. Lebhaft standen die Wolken am Himmel. Langzeitbelichtung macht am Wasser eine besondere Atmosphäre, die Wellen verschwimmen und der Lichtstreifen sieht aus wie flüssiges Gold. Die Belichtungszeit war 15 Sekunden. Ich habe hier mit zwei Filtern gearbeitet, ND 3,0 und Verlaufsfilter. Nur so kann das direkte Licht der Sonne fotografisch im Zaum gehalten werden, ohne zu überstrahlen. Zu guter Letzt gab die Sonne nochmal alles und versank in einem unglaublichen Feuerrot. Was für ein Traum! Wir lehnten am Geländer an den Landungsbrücken und genossen einfach nur den Blick über den Hafen. Und ich konnte gerade gar nicht anders, als so viele Bilder hochzuladen und mit Euch das Lichtfest zu teilen.